[:en]Decalcifying the water system with citric acid[:de]Das Wassersytem mit Zitronensäure vom Kalk befreien[:]

[:en]Five Senses was built in 2004 and we sailed her since 2016. Since then, we uprgraded our water pump to a higher flow device, we installed an additional water outlet at the front of the deck, a land-water connection has been build at the stern and of course we try to keep the tanks and the entire water system clean through annual cleaning and ongoing maintainance.

Part of these efforts is regular descaling and desinfection. There are numerous industrial products available for such purposes. For 3 tanks of 240 litres, the cost for all of this can be considerable. And with some of the available products success has been modest and not worth the spend. So I thought I would share this year's experience of a new approach to decalcify our water system with lime acid.

I had read about the usage of lime acid for such a purpose, so I gave it a try this spring. Some words about price difference: Industrial descalist for tanks are about 15 euros per 100 litres of tank volume (0.5 kg of granules); Lemon citric comes at approx 6 Euros per 1 kg. Vinegar acid should not be used because it attacks too much the various rubber seals. That's why I got 2 kg of food quality citric acid per tank this year. Saving me about 50% of what I have spent so far for descaling.

Filling in is quite hassle-free. However, the crystallized acid must be flooded into the tanks under constant water flow, otherwise thick lumps can quickly build clots. After filling all the water containers, I let the "broth" act 24 hours before I started disposing of the tank contents again. I was pretty suprised about the result at the end:  Especially after a short cruise with some swell it seems not only the the lime had been solved, but also vigorously shaken so that a milky soup came from all the taps. Per tank I had to clean the filters at least 4-5 times and also the finer filter directly on the pump had to be flushed several times.


I ensured that all containers, screens and pipes were also thoroughly rinsed with clear water. I had never achieved such a result before. I had no idea how much lime we had carried around with our ship. Whether these deposits came mainly from the tanks, or whether the hot water boiler in particular has given up its contents, I cannot say, of course. But in the fall, I repeat the procedure for sure. Can you share your experiences here? I would be very interested in reactions and experiences. Thank you![:de]Five Senses wurde 2004 gebaut und ist nun seit 2016 in unserem Besitz. Seither habe ich eine kräftigere Wasserpumpe mit höherer Durchflussrate eingebaut, einen Wasseranschluss vorne am Deck ergänzt und natürlich bemühe ich mich darum die Tanks und das gesamte Wassersystem sauber zu halten. Teil dieser Anstrengungen ist die regelmäßige Entkalkung und Entkeimung. Es gibt zahlreiche industrielle Produkte, die für diese Zwecke vorgesehen sind. Für 3 Tanks á 240 Liter waren schon einige Euros notwendig, um die angeführten Arbeiten auszuführen. Ehrlich gesagt, war der Erfolg bisher allerdings bescheiden. Immerwieder fand ich Kalk im Sieb des Vorfilters und es war ein ständiger Kampf gegen Keime, die immer wieder mit verunreinigtem Wasser in die Tanks gelangen. Ich dachte mir, dass vor allem starke Kalkbeläge sicher auch eine gute Grundlage für Bakterienwachstum lieferten, weil ich davon ausgehe, dass die raue Oberfläche guten Boden liefert. Für 2019 war also Action angesagt:

Ich bin dem Ratschlag gefolgt, zur Entkalkung Zitronensäure zu verwenden. Preisunterschied: industrieller Entkalker für Tanks 15 Euro pro 100 Liter Tankvolumen (0,5 kg Granulat); Zitronensäue 1 Kg ca. 6 Euro. Essig soll man ja nicht zum Einsatz bringen, weil dieser zu sehr die diversen Gummidichtungen angreift. Daher habe ich mir heuer 2 kg Zitronensäure in Lebensmittelqualität pro Tank besorgt. Geldersparnis ca. 50% zum Industrieprodukt.

Das Einfüllen ist recht problemlos. Allerdings muss man die kristallisierte Säure unter ständigem Wasserfluss in die Tanks einschwemmen, da sonst dicke Klumpen die Zuleitung rasch verlegen können.

Nach dem Anfüllen aller Wasserbehälter ließ ich die "Brühe" 24 Stunden einwirken, bevor ich wieder begann den Tankinhalt zu entsorgen.

Ich staunte nicht schlecht, was da zum Tageslicht kam. Speziell nach einer Ausfahrt mit etwas Wellengang war alles nicht nur angelöst, sondern auch kräftig durchgeschüttelt. Aus allen Leitungen kam milchig trübes Wasser. Pro Tank musste ich das Vorsieb mindestens 4-5 Mal reinigen und auch den feineren Filter direkt auf der Pumpe musste mehrfach gespült werden.

 


Somit stellte ich zum Abschluss sicher, dass alle Behälter, Siebe und Leitungen auch gründlich mit Klarwasser gespült wurden.

Ein derartiges Ergebnis hatte ich bisher noch nie erzielt. Ich hatte keine Ahnung, welches Kalkbergwerk wir hier auf dem Meer herumkutschierten. Ob diese Ablagerungen vorwiegend aus den Tanks stammen, oder, ob vor allem der Warmwasserboiler hier seinen Inhalt preis gegeben hat, kann ich natürlich nicht sagen. Aber im Herbst wiederhole ich die Prozedur sicher vor dem Einwintern.

Könnt Ihr hier Eure Erfahrungen teilen? Mich würden Reaktionen und Erfahrungen sehr interessieren. Danke![:]

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